Von Graz nach Varazdin: Zwei Tage, zwei Grenzen

Über meinen Aufenthalt in Graz kann ich gar nicht so viel erzählen. Den 17.09.2020 habe ich hauptsächlich dafür genutzt meine Wäsche zu waschen und mich als Fernsehverweigerer mal wieder auf den neuesten Stand in Sachen Hartz IV TV zu bringen. Als ich Frauentausch und Astro TV dann nicht mehr ertragen konnte und alle Bildungslücken geschlossen waren, bin ich doch noch etwas müde für eine kurze Runde in die Stadt geschlappt. Die Grazer Innenstadt ist fein herausgeputzt, aber der etwas weiter gefasste Stadtkern wirkt auf mich eher grau und dröge - ja geradezu ein bisschen heruntergekommen und ärmlich. Ein Graffito, das mir auffällt, scheint das ganz gut zusammen zu faßen: „Graz braucht mehr Farbe“. Der Titel „Graz - UNESCO City of Design“ wird zumindest bei einem kurzen Rundgang durch die Stadt nicht ganz klar. Daran ändert auch die futuristische Kunsthalle am Ufer der Mur nichts. So gehe ich denn relativ bald…

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Von Riegersburg nach Graz: Kurzes Resümee

Gestern ging die dritte Etappe meiner Radreise zu Ende und Gerd hat heute morgen den Zug zurück nach München genommen. Aber der Reihe nach :-) Zotter Schokoladenmanufaktur in Graz 15.09.2020 Wer mich kennt der weiß, dass ich schon seit vielen Jahren ein großer Fan von Zotter Schokolade bin. Mich begeistert die Vielfalt und Buntheit des Sortiments ebenso wie die Tatsache, dass hier ein paar grundsätzliche Dinge ganz anders gemacht werden, als in der Süßwarenindustrie üblich. Vor kurzem habe ich zum Beispiel in einer Dokumentation gesehen, dass das Werk von Ritter Sport fertig conchierte Kakaomasse und Kakaobutter jeden Morgen fertig und flüssig im LKW angeliefert bekommt. Das Werk selbst ist dann im Grunde ein Zusammenmischbetrieb. Wie anders ist dem gegenüber die Bean to Bar Herstellung von Zotter, wo die unterschiedlichsten Kakaosorten in Form von Bohnen in rohfermentiertem Zustand angeliefert werden. In der Manufaktur wird dann gereinigt, geröstet, gebrochen, gewalzt, conchiert und…

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Von Bad Erlach nach Riegersburg: Höhenmeter, die man spürt

Zwei unfassbar sonnige und schöne Spätsommertage in der Steiermark liegen hinter uns, die aber auch ganz schön schweißtreibend waren. 13.09.20 Wir verlassen unsere Pension in Klingfurth und rollen zunächst in Bad Erlach zurück auf den EuroVelo 9, dem wir hier unter der Bezeichnung „Thermenradweg“ noch den ganzen Tag folgen werden.Nach kurzer Strecke werden wir gleich einmal angesprochen, weil Gerds luftleere Reifen wohl einen mitleiderweckenden Anblick boten. Der aufmerksame Beobachter am Wegesrand entpuppte sich als Feuerwehrkommandant von Seebenstein und sperrte gleich einmal das Feuerwehrhaus auf, um mit dem großen Kompressor auszuhelfen. Natürlich erzählen wir, was wir hier so machen. Gerds Antwort auf die Frage nach dem „Wohin?“ lautet bereits am zweiten Tag immer „ans Schwarze Meer“. Dass er mich in Graz verlassen will, wird unterschlagen ;-) Oder er überlegt es sich vielleicht gerade heimlich anders... Die Feuerwehr von Seebenstein erfährt auch die Adresse dieses Blogs und falls dies hier noch jemand…

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Von Krems nach Wien: Kurzes Resümee

09.09.2020 Der letzte Radltag der zweiten Etappe meiner Radtour ging gestern in Wien bei herrlichstem Sonnenschein zu Ende. Zur Etappe selbst gibt es nicht so viel zu sagen. Der Abschnitt von Krems bis Tulln ist landschaftlich höchst uninteressant, was nach dem wunderschönen Abschnitt durch die Wachau umso stärker auffällt. Die Landschaft ist flach, die Donau begradigt und von Industrieanlagen gesäumt. Chemiewerke, alte Kraftwerke und unansehnliche Orte bestimmen das Bild. In Tulln hat man nach 48 Kilometern gut die Hälfte der Etappe bewältigt und erreicht einen ganz charmanten Ort, der zugleich auch die Grenze zu einem attraktiveren Landstrich markiert. Gen Wien wird es von hier aus zusehends urbaner und es wimmelt nur so von Radfahrern. Ab Klosterneuburg hat man dann letztendlich wirklich den Speckgürtel von Wien erreicht. In Wien begleite ich meinen Papa noch zum Bahnhof. Es gibt eine riesige Pizza zum Abschied. Rad und Heinrich verschwinden im Zug nach Passau…

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Von Passau nach Aschach, Deutschland liegt hinter mir

Wer meine letzten Blogeinträge verfolgt hat, der hat ja sicherlich mitbekommen, dass gestern in Passau mein Papa Heinrich zu mir gestoßen ist. Ich nehme das zum Anlass, und publiziere hier gleich einmal ein bisschen Widmannsche Fotokunst. Dieses herrliche Stilleben entstand heute beim Abendessen. Normalerweise werden solche Schnappschüsse von meinem Vater dann gerne weiterverarbeitet - zum Beispiel zu Eintrittskarten für einen Kabarett-Abend. Ein Fischskelett also, das man sich vielleicht merken sollte ;-) In Passau waren wir am gestrigen Nachmittag übrigens noch im Dackelmuseum. 4500 Exponate aus der weltgrößten Dackelsammlung gibt es da zu bestaunen - vom Dackelporzelan über das Maskotchen Waldi der olympischen Spiele in München, von kulturhistorischen Anektdoten über den Dackel bis zu popkulturellen. Ein Ort zum sich wundern und schmunzeln. Fährueberfahrt an der Schlögener Schlinge 06.09.2020Nach einem Frühstück in der Passauer Innenstadt haben wir uns heute auf den Weg Richtung Österreich gemacht. 70 Kilometer betrug die überschaubare Tagesetappe bis…

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